Die Blicke hinter die Bühne sind meist die Intensivsten, besonders wenn diese als Essenz photographiert werden.
Ganz wunderbar: die Ernsthaftigkeit und Konzentration in solch einem Moment der Kinder und auch – wie sehr sie die Anspannung mit spielen kompensieren.
Wir Erwachsenen sollten einfach mehr spielen. Das würde wahrscheinlich dem Leben mehr Leichtigkeit geben – selbts im Angesicht des Ernstes einer Situatuion …
Für die Kinder war dies eine große Herausforderung.
27. Juni 2010
Gut Ding will Weile.
Ganz besonders gilt das beim Tango. Speziell wenn man gerade anfängt Tango tanzen zu lernen. Man braucht Geduld mit sich selbt, der eigenen Koordination, den vielen kleinen Dingen auf die man bei der Haltung achten muß und und und. Pazienza!
Aber wenn man mal angefangen hat und durch die ersten Milongas gestolpert ist, sich Fehler erlaubt und zugesteht, einen nachsichtigen Tanzpartner hat und derer am besten mehrere, dann hat sie längst angefangen: die Tangomanie. Mich hat sie nun fest im Griff und ich freue mich auf den Sommer und hoffe auf viele lauwarme Sommernächte zum Tango tanzen unter freiem Himmel.
Und hier ist nun endlich somit auch mein neues (altes, da es bereits seit zwei Jahren in Planung ist) Projekt online:
Hier geht es lang: Tangowelt
Tangophotographie und mehr.
Den Anfang macht nun das 1. Tangofestival Fünfseenland in Tutzing am Starnberger See mit seinem Tangoball mit dem Orchester Silencio.
Viel Spaß beim schauen und hören.
10. April 2010
Venedig mit seinen vielen Gesichtern.
Ein eher seltenes dieser Gesichter ist mir begegnet: Venedig im Schnee.
Und nicht nur ein paar Flocken. Nein. Am Lido lag der Schnee ganz weiß.
Darauf ist man nicht gefasst.
Und es hat diese wunderbare Elegie.
Etwas Wehmut und Melancholie.
Die Farben bekommen in diesem Licht eine pastellene Abgetöntheit mit Nuancen von Grau, Beige und Blau bis ins Türkise.
Schnee am Lido.
18. März 2010
Kaum eine Stadt der Welt wurde und wird so viel photographiert wie Venedig.
Die Lagunenstadt.
Unzählige Touristen strömen stündlich, täglich, jährlich durch diese Stadt. Als wollten sie sie leerknipsen.
Was ist es, was die Menschen an Venedig so anzieht, das jeder versucht durch die Photographien ein Stück dieser Träume und Sehnsüchte mitzunehmen, die Venedig in sich birgt, ja entfacht!?
Das diese so einfach nicht zu photographieren sind liegt auf der Hand: Venedig ist eben viel mehr als das Bild auf einer Postkarte. Mehr als der Markusplatz. Mehr als die Masken (die inzwischen Made in China sind und mit dem eigentlichen venezianischen Fasching so rein gar nichts mehr gemeinsam haben). Mehr als nur seine Hauptschlagader – der Canale Grande, mit seinen “Grand dame” Palästen, die bis vor 20 Jahren noch zu verrotten drohten und nun dank Tourismus, internationaler Sponsoren, Spekulanten und Investoren wieder an Haltung gewonnen haben und in neuem und altem Galnz erstrahlen.
Für mich verdienen Venedig und die Venezianer eine Huldigung. Schon allein sich ständig in Gassen und auf Booten zu bewegen, keine Autos um sich zu haben und immer mit dem Wasser, dem Aqua, in Berührung zu sein, faszieniert und läßt einen eintauchen in eine andere Welt. Spätestens das Aqua Alta bringt einen mit dem salzigen Nass dann in Berührung. Aber Venedig hat auch ein Aqua veritas…
Venedig ist eine Stadt der Gerüche: stinkende, modrige, fischige, meeressalzige. Der Morgen riecht anders als der Abend und der eine Platz anders als der Nächste.
Dies ist der Beginn der Erzählung einer Reise, die ich dieses Jahr im Januar begonnen habe. Diese allerersten Berührungen mit der Lagunenstadt führten mich in ein winterliches Venedig in dem die Hauptzahl der kleine Läden, Bars, Osterien und Handwerkerbetriebe abseits von San Marco noch geschlossen haben. Nicht einmal die Stühle stehen auf den kleinen Campi zum verweilen.
Es ist ein erster Teil meiner Reise nach Venedig, dem Venedig der Geschichten und Träume, Klischees und Alltäglichkeiten, seinen erwünschten und unerwünschten Gäste; und einfach auch das Venedig der Venezianer und Ihrem Sein im Offensichtlichen und im Verborgenen.
So wie sich Venedig mir zeigen wird.
Venedig, Januar 2010
6. Februar 2010
Kategorie Events, Projekte | 0 Kommentare »