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Ai WeiWei – Ausstellungsaufbau

Der chinesische Konzeptionskünstler Ai WeiWei setzt klare Zeichen:

Mit seiner Aktion “fairytale” auf der Dokumenta 12 lud er 1001 seiner chinesischen Landsleute ein, wobei die Chinesen selbst aber nicht  unmittelbarer Teil der Ausstellung waren. Ai Weiwei ließ stattdessen die Reise dieser Menschen und ihre Erfahrungen dokumentieren.

Ai WeiWei erklärte zu der Aktion:

„Es ist Kunst, wenn man es Kunst nennt. Mein Traum war es, Menschen die Reise zur Documenta zu ermöglichen, die diese Möglichkeit sonst nie im Leben gehabt hätten. Das ist doch zumindest teilweise das, was Kunst bewirken kann: die Bedingungen für individuelle Aufklärung und Bewusstseinsbildung schaffen, die naivsten und einfachsten Fragen zu beantworten.“

Seine Außenarbeit “Template” hatte auf der Dokumenta ihren Standort im dreiseitig umschlossenen Innenhof des Aue-Pavillons. Vier riesige senkrechte Scheiben durchdrangen einander an einem zentralen Punkt. Dort waren die Scheiben im unteren Bereich durchbrochen und passierbar. Diese Durchbrüche erzeugten wiederum die Andeutung eines Innenraums.

Die Scheiben waren jeweils aus einer Vielzahl von einzelnen kleinen hölzernen Türen und Fenster zerstörter chinesischer Häuser aus der Ming- und Qing-Dynastie zusammengesetzt. Sie standen ursprünglich senkrecht auf einem etwa 50 cm hohen, sockelartigen, Holzfundament. Die Gesamtabmessung der Arbeit betrug 720 × 1200 × 850 cm.

Ai Weiweis Konstruktion wurde im Mai und Juni 2007 durch chinesische Handwerker erstellt und überragte in ihrer Höhe den Aue-Pavillon um mehrere Meter. Während eines Unwetters am Nachmittag des 20. Juni 2007, nur vier Tage nach der Ausstellungseröffnung, hielt Template der Windlast nicht stand: die Konstruktion wurde von ihrem Fundament gerissen und umgeworfen. In einer ersten Reaktion zeigte sich der Künstler gelassen und äußerte, dass ein Wiederaufbau nicht geplant sei. Das zusammengebrochene Kunstwerk wurde nach der documenta vermessen und Ende Oktober demontiert. Es soll an einem neuen Standort im selben Zustand wieder aufgebaut/aufgeschichtet werden. (Textquelle: Wikipedia)

„Template“ – in eben dieser Form ist nun im Haus der Kunst wiederaufgebaut worden.

In dieser Ausstellung wird Ai WeiWei auch sein neuestes Werk „remembering“ zeigen:  eine Installation von 9000 Schulrucksäcken, die an die vermissten und umgekommenen Kinder von Sichuan erinnern, und die von weitem betrachtet das Zitat einer Mutter wiedergeben, die beim Erdbeben ihre Tochter verlor:  „Sieben Jahre lebte sie glücklich auf dieser Welt.“ (Textquelle: Haus der Kunst)

Die abgebildeten Photos zeigen Impressionen vom Aufbau der Ausstellung von Ai WeiWei im Haus der Kunst dieser Tage.

Ai WeiWei – „so sorry“

12. Oktober 2009 – 17. Januar 2010

Haus der Kunst – München

Blog des Haus der Kunst von Ai WeiWei

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Die Bilder zeigen Impressionen des Aufbaus der Ausstellung dieser Tage im Haus der Kunst.

7. Oktober 2009
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Ai WeiWei – Talk “so sorry”

Im Vorfeld der Eröffnung der Ausstellung “so sorry” des chinesischen Konzeptkünstlers Ai WeiWei gab es für die Mitglieder der Freunde des Haus der Kunst die Möglichkeit in einem sehr “privaten” Rahmen – es wurde vom Koch Ai WeiWei´s chinesisch gekocht – Fragen an den Künstler zu stellen. Anbei Impressionen vom diesem spannenden Vorpreview.

“Darum dreht sich doch die Freiheit: alles in Frage zu stellen.” Ai WeiWei

Ai WeiWei (*1957) gilt als der bedeutendste chinesische Künstler der Gegenwart. Für die Produktion seiner Kunstwerke eignet er sich häufig Objekte an wie z.b. chinesische Antiquitäten oder spirituelle Artefakte, um sie dann zu verändern. Ob er 500 Jahre alte Tempelbalken in hölzerne Landkarten verwandelt oder Urnen der Han-Dynastie auf Steinplatten zertrümmert – Ai WeiWei schafft neue Zusammenhänge und stellt in seinen Werken pointiert die Frage, wie Altes und Neues nebeneinander bestehen kann, wie die neue Qualität von Tradition aussehen könnte und wie sich China zu sich selbst verhält.

Ai WeiWei ist ein scharfer Kritiker der politischen Führung Chinas und fordert ein Ende der Zensur. Im August wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten kurzzeitig festgenommen. Sein Blog im Internet wurde bereits mehrfach zensiert oder komplett geschlossen.

Auf Einladung des Haus der Kunst schreibt Ai WeiWei nun im Blog zur Ausstellung “so sorry” erstmals auch in englischer Sprache. (Textquelle: Haus der Kunst, München)

Zum Blog.

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Ai WeiWei – “so sorry”

12. Oktober 2009 bis 17. Januar 2010

Haus der Kunst, München

5. Oktober 2009
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Bild:Venetian WorkBild:Early EgyptianBild:Early Eyptian 2Bild:Chris DerconBild:Mirta d`ArgenzioBild:Robert Rauschenberg Preview Gäste

Robert Rauschenberg

Der amerikanische Pop-Art Künstler Robert Rauschenberg verstarb am Montag, den 12. Mai im Alter von 82 Jahren in seinem Haus auf Captiva Island in Florida.

Dieser Beitrag steht in großem Respekt für den so plötzlich verstorbenen Künstler.
Ein Verlust.

Im Haus der Kunst in München läuft seit dem       9. Mai seine Ausstellung “travelling ‘70-’76″.

Bilder anbei:

Impressionen des Preview an dem Rauschenberg wegen seines Gesundheitszustandes leider schon nicht mehr teilnehmen konnte. Werke Rauschenbergs: “Venetian work” und “Early Egyptian”. Chris Dercon, Mirta d`Argenzio – Kuratorin der Ausstellung, Patrizia Dander und Gäste

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Robert Rauschenberg
travelling ‘70-’76
Haus der Kunst
09 mai 08 / 14 sep 08

In den 1950er Jahren begann der amerikanische Künstler Robert Rauschenberg (*1925 – +2008), die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur auszuloten, indem er Fundstücke wie Glühbirnen, Pappkartons oder Autoreifen in seine Arbeiten integrierte. Es entstanden die “combine paintings” und frei stehenden “combines”, die Rauschenberg international berühmt machten. Neben Jasper Johns gilt er als Wegbereiter der amerikanischen Pop-Art. In die Kunst Robert Rauschenbergs fließt stets ein, was der Künstler in seiner Umgebung vorfindet, die Dinge des Alltags: “Alles weckt meine Neugier. und gern lasse ich mich verblüffen, auch von den unscheinbaren Dingen… auch und gerade das Unbedeutende hat eine Würde, ein Geheimnis.” Nach seiner außerordentlich erfolgreichen Zeit in New York machte sich Rauschenberg Ende der 1960er Jahre erneut auf die Suche – nach einem neuen Ort und neuen Möglichkeiten für sein künstlerisches Schaffen. 1970 verließ er New York und übersiedelte nach Captiva Island, Florida. Die darauf folgenden Jahre waren geprägt von zahlreichen Reisen nach Europa, Israel und Indien, auf denen sich Rauschenberg für neue Ausdrucksformen, Materialien und Techniken öffnete. Die Ausstellung travelling ’70 – ’76 zeigt nun jene Serien und Arbeiten, die das Ergebnis seiner persönlichen Erlebnisse und seiner Zeit auf Reisen sind. Es sind Werke von außergewöhnlicher Schlichtheit, Frische und Präzision und sie zeugen von der Leichtigkeit und großen Erfindungsgabe, mit denen Rauschenberg die Lebenswelt in sein Werk einbezieht. Textquelle: Haus der Kunst, mit freundlichem Dank.

Unbedingt lohnenswert anzusehen!

16. Mai 2008
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Martin Parr – “parrworld”

“parrworld” – Martin Parr

Haus der Kunst
07 mai 08 – 17 aug 08

Ungewöhnliche Perspektiven, grelle Farben und skurrile Motive – das sind die Markenzeichen des britischen Fotografen Martin Parr. Sein unnachahmlicher Blick entlarvt das Banale ebenso wie das Groteske, doch sind seine Bilder immer auch originell und humorvoll. Die Ausstellung setzt Parrs Fotografien erstmals in einen Dialog mit seinen Sammlungen – eine fotografische Wunderkammer, eine unterhaltsame und zugleich ernsthafte Analyse des Mediums Fotografie.

Mit Martin Parr setzt des Haus der Kunst die 2003 aufgenommene Reihe von Präsentationen fotografischer Sammlungen fort.

Textquelle: Haus der Kunst

8. Mai 2008