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Freiheit für alle Käfigbewohner
Vernissage der ersten großen Werkschau von “birdman” Hans Langner in der Landesbank- Galerie
“In der Bank schaut es aus wie bei Bauarbeiten in einer Hühnerfarm: Aluminiumleiter, Abdeckplane, Gerüst, und alles mit Daunen verpappt. Hier hat jemand Federn gelassen.
Den naheliegenden Gedanken, bei diesem Jemand handele es sich um die Hausherren der gerupften BayernLB, vertreibt ein Rascheln. Haarigen Beine strampeln sich unter der Plane hervor, ein nackiges Etwas im Federtanga schlüpft, es kämpft mit dem Plastik-Eiklar, rüttelt am Geländer. Bald ist es frei und ruhig, schwingt sich die Leiter herab, stolziert mit Plastikschleppe durch das Publikumwie ein König, wie ein Zaunkönig.
Es ist der Birdman, ein gefiederter Held, seine Superkraft ist die Liebe zum Kosmos. Er zwitschert: “I feel one, one, one/one with the earth/one, one, one/with heaven too.” Sein beseelter Blick ist ansteckend. “Happy together in this beautiful world.”
Textquelle mit herzlichem Dank:
Michael Zirnstein; Süddeutsche Zeitung vom 17./18. Oktober 2009; Münchner Kultur
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Ausstellung “birdman” in der Galerie der Bayern-LB:
9. Oktober – 6. Dezember 2009
tägl. (Mo-So) 10-18 Uhr
www.bayernlb.de/galerie
11. November 2009
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“birdman” Hans Langner - Malerei|Grafik|Objekte|installation|Performance
Die BayernLB Galerie zeigt eine Retrospektive:
Sie sind lang schon heimisch geworden, die „lustigen“ Vögel aus der Werkstatt Hans Langners. Popartig bunt winken sie von folienverpackten Strohballen in die bayerische Landschaft und von Tellern und Tassen direkt in lachende Kinderaugen.
Das ist eine Facette – oder sollte man besser sagen: eine Feder des Künstlers, mag sein die farbkräftigste und populärste. Wer jedoch als kunstsinniger Ornithologe um sein Tölzer Nest oder, gleichbedeutend, durch seine Lebensstationen und Schaffensphasen streift, entdeckt auch andere in verhalteneren, nachdenklichen Tönen. Poetische, zart-zerbrechliche, melancholische, archaische. Oft sind es Fundstücke aus unserem Alltag, denen Birdman mit wenigen Pinselstrichen ein Gesicht gibt und ihnen individuelles Leben einhaucht.
Robuste Werkzeugteile verloben sich in Langners Obhut zum Zwergenpaar, und ein ausgemusterter Instrumentenkoffer bekommt seinen großen Solo-Auftritt als Behausung / Bühne für zwei archetypische Vogelwesen. Der Künstler schafft dies vollkommen unbefangen von akademischen Kategorien (Gattung, Technik, Anspruch, Aussage) aus schierer Freude am Gestalten im Augenblick. Da ist er selber ganz arglos, zeitvergessen, spielt mit dem, was das Leben ihm gerade zufliegen lässt. Die Verkleidungen, die Hans Langner in seinen Performances umhüllen, bringen weitere Qualitäten ins Spiel: Mit Federn geschmückt schwingt sich hier der Birdman auf zur Reise, in die Lüfte, durch die Phantasie. Er zieht über die Landschaften und lässt uns gewissermaßen aus der Adlerperspektive in die inneren Tiefen der Seele blicken.
Den ganzen Text finden Sie hier: Peter Winkler M.A. Kunsthistoriker für birdman und die Galerie der BayernLB, mit freundlichem Dank
Ausstellungskuratorin: Nina Felicitas Matt M.A.
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9. Oktober – 6. Dezember 2009
tägl. (Mo-So) 10-18 Uhr
www.bayernlb.de/galerie
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Da ich birdman seit Jahren immer wieder photographisch begleite, sind Photos von seinem Haus in Bad Tölz und von ihm im Portrait und seinen Performances Teil der Ausstellung.
5. November 2009
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Es sind die kleinen Dinge, die einen oft zum Lächeln bringen und die einen so wunderbar wieder zum Kind werden lassen:
Man betritt einen Raum und an der Wand zeichnet sich ein merkwürdiges Muster ab. Mit einer kindlichen Neugier begibt man sich auf die Suche nach der Ursache und sucht und sucht … Und dann findet man durch Zufall die Lösung:
Es ist die Sonne, die sich auf dem Metall eines Schöpflöffels bricht.
So etwas bringt mich zum Lächeln.
3. November 2009
Kategorie Kunst, Projekte | 0 Kommentare »