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Rupprecht Geiger

Rupprecht Geiger feiert seinen 100sten Geburtstag mit einer Retrospektive im Lenbachhaus, einer Ausstellung in der Galerie Walter Storms und einer Sonderausstellung im Haus der Kunst München: Geboren wurde Rupprecht Geiger am 26. Januar 1908.

Alles Gute zum Geburtstag, lieber Herr Geiger, und vielen Dank für Ihre unermüdliche Kreativität mit der Sie immer wieder überraschen!

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In ganz München finden sich Objekte von Rupprecht Geiger der der Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 59 war. Ursprünglich ausgebildet in Architektur, Maurer- und Bauhandwerk ist er in der Malerei Autodidakt. Seine meist geometrischen Formen leben durch Form, leuchtende Farben und starke Kontraste.

Werke im öffentlichen Raum in München:
Gerundetes Blau – Aluminium spritzlackiert 600×700x200 cm | Gasteig in München (1987)
Vier zweiteilige Objekte – Acryl auf Aluminium | U-Bahnstation Machtlfinger Straße München (1990)
Großes Rot mit Contrapunkt – Acrylfarbe auf Putzgrund | Fachhochschule München Lothstraße (1995)

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Ausstellungen in 2008:

Rupprecht Geiger – RETROSPEKTIVE
Lenbachhaus München | 15. Dezember 2007 bis 30. März 2008

Rupprecht Geiger – Zum 100sten Geburtstag
Galerie Walter Storms | 23. Januar bis 20. Februar 2008

Rupprecht Geiger – „Rote Trombe“| “Morgen Rot”|”Abend Rot”
Haus der Kunst | 25. Januar – 08. Mai 2008
Die abgebildeten Photos entstanden beim Privat View am 24. Januar 2008 der „Roten Trombe“, “Morgen Rot” und “Abend Rot” im Haus der Kunst:
Rupprecht Geiger mit seiner Enkelin Julia Geiger, Kunsthistorikerin, die sein Studio und sein Werk verwaltet und weitere Familienmitglieder von Rupprecht Geiger.
Laudatio hielten: Andreas Langenscheidt, Chris Dercon und die Galleristen Bernd Klüser und Walter Storms.

26. Januar 2008
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Schlittenhunde

Es ist einer der wenigen Schneetage in diesem Winter. Der weiße Landrover taucht über die kleine Hügelkuppe auf und rüttelt sich den Feldweg entlang. Im Vorbeifahren streckt sich eine Hundeschnauze zum Fenster heraus. Der Jeep parkt und der Fahrer steigt aus – hinter ihm springen nach und nach vier Hunde aus dem Auto.

Es ist Tommy Beier mit seinem Alaskan Malamut Rudel. Sofort ist die Dynamik auffallend, wie sie nur in zusammenlebenden Rudeln entsteht: die stillschweigende Aufgabenverteilung, jeder weiß, wo sein Platz ist im Gefüge. Auch Tommy Beier hat eine klare Rolle: er ist dafür zuständig das Rudel in der vom Menschen dominierten und orientierten Welt zu schützen und schafft so den äußeren Rahmen für das Leben dieses aussergewöhnliche Quartetts in unseren Breitengraden.

Ein paar Monate zuvor hatten wir uns bei einem Spaziergang kennengelernt. Gleich hatte ich das Gefühl, hier einem aussergewöhnlichen Menschen und seinen Tieren zu begegnen: Ich wollte unbedingt ihn, seine Hunde und seine Geschichte kennenlernen und photographieren. Wir hatten uns deshalb verabredet, uns – sobald es richtig schneien würde – im Schnee treffen: passend für ein Rudel Alaskan Malamut.

“Ich lasse Aisha ihren Platz als Rudelführer – da mische ich mich nicht ein. Meine Aufgabe im Rudel ist es, ihnen ein Leben in einer vom  Menschen geprägten Welt zu ermöglichen, gleichzeitig aber noch Hunde in ihrer originären Natur zu bleiben und dabei trotzdem die Grenzen zu respektieren.”

Malamut Huskies sind eine der ältesten Hunderassen der Arktis. Seit über 2000 Jahren ziehen diese Hunde Güter und Schlitten der Menschen und sind von ihrer Abstammung und Bestimmung her eher wilder Natur. Begleiten die Menschen, aber bleiben trotzdem auf ihre Art immer Wildtiere. Sie sind Rudelhunde, die nicht gerne alleine bleiben und brauchen wegen ihrer Unabhängigkeit und Präsenz eine “feste Hand”.  Auszeichnend für diese Rasse ist ihr starken eigener Wille und ihre Individualität: Sie stehen von ihrem Charakter her, noch immer zwischen Wolf und Hund und das macht ihre Besonderheit aus, ihre Faszination.

Textauszug aus “Tommy Baier und die Malamut Huskies” (Arbeitstitel); Autor: Anna Fiore.

Photos und Text sind noch unveröffentlicht.

16. Januar 2008