Goaßlschnalzen
Nachdem an diesem Tag natürlich nicht nur die Plattler auf der Hütte waren, kommen hier mehr Impressionen von diesem wunderbaren 1. Mai 2007:
der Himmel im bayerischen Blau, das Bier gekühlt, die Stimmung richtig gut…
Goaßlschnalzen
Ein bayrisch-österreichischer Brauch.
Der Name erklärt sich aus der Bezeichnung für die Fuhrmannspeitsche, der Geißel, im bairischen Dialekt „Goaßl“. Schnalzen meint das laute und schnelle Krachen oder Knallen mit der Geißel.
In früheren Jahrhunderten wurde von vielen Fuhrleuten bei der Einfahrt in Ortschaften oder anderen Gelegenheiten mit der Peitsche geknallt. Zur Unterscheidung von anderen Fuhrwerken setzten die Fuhrleute immer spezifischere Knallfolgen ein. Im Laufe der Zeit entstanden Erkennungsmelodien, einzelne Fuhrleute entwickelten beachtliche Geschicklichkeit und übten auch in ihrer Freizeit mit der Peitsche.
Das Goaßln- oder auch Aperschnalzen ist ein ursprünglich heidnischer Brauch, der vor allem im salzburgisch-bayerischen Rupertiwinkel, im angrenzenden Flachau, sowie in Nord- und Südtirol anzutreffen ist. Zweck war es früher, durch den Lärm der “Goaßln” (Peitschen) den Winter mit seiner Kälte zu vertreiben.
Mit dem Aperschnalzen (aper, althochdeutsch apir = offen, vom Schnee unbedeckt) sollte die kalte Jahreszeit vertrieben werden und die guten Geister also der Frühling und die Sonne sollten geweckt werden, damit es im Jahresverlauf eine gute und reichhaltige Ernte auf den Feldern gibt.
Quellen: www.wikipedia.de und www.brauchtumsseiten.de
2. Mai 2007

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